Uuuiii nei!

15.07.2010

Vor über 40 Jahren besass ich nicht einmal eigene Schuhe, aber das war normal. Wenn uns der Grossvater einmal 50 Rappen gab, gingen wir auf direktem Weg in einen Laden und kauften uns zehn 5er-Mocken oder fünf Bouchées Caramel. Diese hatten den Vorteil, dass sie sich lange im Mund und zwischen den Zähnen aufhielten. So konnten die Kariesunholde tapfer ans Werk gehen. Als man dann in jungen Jahren - ich besass keine Zahnbürste - die ersten Amalgamfüllungen hatte, war die Hebelwirkung bei den Bouchées Caramel so enorm, dass ach so manche Zahnfüllung ihren Dienst versagte und den Weg aus dem Mund fand. Der Schock war gross, als die Zunge diese Höhle erforschte und die Schmerzen heftig wurden, als eben diese Kariesmännchen sich wieder in ihrem «Bergwerk» austoben konnten. Leider wurde der Süssigkeiteneinkauf aber oftmals verwehrt, musste man doch häufig einem schwarzen Geldkasten mit dunklen Figuren drauf das wenige Geld opfern, um dann einen besseren Platz im Himmel zu bekommen. Wir waren und sind heute noch dankbar für die Rappen und die Franken; und wenn dann erst noch vom Staat Geld an die Bürger zurückfliesst - super!


Abertausende von Frauen und Männern haben einen offiziellen Brief auf eidgenössischem Amtspapier erhalten mit dem Hinweis, die CO2-Abgabe werde nun zurückverteilt. Meiner Frau werden - nach Bekanntgabe des Bankkontos von ihrer Seite - und nachdem sie sich durch unendlich viele Seiten Informationen durchgekämpft hat, 4.30 Franken!!! für die Putzhilfe zurückvergütet. Diesen Betrag muss man dann wahrscheinlich als Einkommen versteuern. Das BAFU ist gründlich, genau, und verteilt total 360 Millionen Franken! Dutzende Millionen werden die Banken erhalten! Und Abertausende von Haushalten eben Beträge zwischen drei und fünf Franken! Hat das BAFU nichts Sinnvolleres zu tun? Wer stoppt diesen Unsinn? Der HEV wird sich darum kümmern!

Von: Ihrem nun «reichen» Ansgar Gmür