Libor-Hypotheken und andere Spezialmodelle

Die Libor-Hypothek

Der Zinssatz der Libor-Hypothek richtet sich nach dem Euro-Geldmarktsatz (London Interbank Offered Rate). Anpassungen erfolgen je nach Kreditgeber im Rhythmus von 3, 6 oder 12 Monaten. Auf diesen Basiszinssatz schlagen die Kreditgeber eine individuelle Kundenmarge von 1% bis 1,5%. Die Zinsgestaltung ist bei diesem Modell völlig transparent und marktgerecht, unterliegt aber grossen Schwankungen. Mit einem Zinsdach, einem so genannten Cap, können sich die Kreditnehmer gegen steigend Zinsen absichern. Bei vielen Banken ist das sogar obligatorisch (z.B. bei der ZKB oder der Raiffeisen-Bank). Für die Absicherung bezahlt man ein Prämie, die von der Höhe und der Laufzeit der Absicherung abhängt. Um diese Prämie zu senken, kann man einen Minimalzins vereinbaren (Floor). Dieses Modell empfiehlt sich, wenn man direkt von fallenden Zinsen profitieren will, aber auch das Risiko von etwas höheren Zinssätzen verkraften kann.

Die Stufenhypothek

Ein verbreitetes Modell ist die abgestufte Hypothek, bei der sich die Zinszahlungen nach einem bestimmten Schlüssel über eine feste Laufzeit verteilen. Die zukünftige Zinsbelastung ist damit bekannt und planbar. Vor allem neue Eigenheimbesitzer können so ihre Belastung in der Anfangsphase reduzieren und über die Zeit schrittweise erhöhen.

Die Kombi- oder Mix-Hypothek

Die so genannte Kombi- oder Mix-Hypothek ist ein Mittelweg: Sie vereint Elemente der variablen und der festen Hypothek. Ein Teil des Kredites ist festverzinslich, der Rest richtet sich nach dem Libor. Die flexible Aufteilung in einen variablen und einen festen Teil (z.B. im Verhältnis 50:50) ermöglicht dem Kreditnehmer, das Zinsrisiko individuell zu dosieren.

  1. Die variable Hypothek
  2. Die Festhypothek
  3. Preisfaktoren

Libor Hypothek

Stufen-Hypothek

Kombi- oder Mix-Hypothek